Chronik

Der Förderverein Gymnasium Unterschleißheim wurde am 18. Januar 1982 gegründet. Seinen Ursprung verdankt er der von Dr. Jürgen Kinder geführten „Interessengemeinschaft weiterführende Schulen“, die mit Gründung des Gymnasiums ihr Vereinsziel erreicht hatte. Schon 1981 begannen die Bemühungen zur Umwidmung der Interessengemeinschaft, was dann Anfang 1982 mit der Eintragung durch das Registergericht gelang. Zum Gründungsvorstand gehörten Dr. Ernst Kalkbrenner (Vors. ab 1982), Hans-Ulrich Brendel und Dieter Schilling.

Das neue Ziel des jungen Fördervereins wurde in der Satzung verankert: die geistige und materielle Förderung des Gymnasiums Unterschleißheim. Er bemüht sich, in Ergänzung der staatlichen und kommunalen Maßnahmen, die schulischen und außerschulischen Erziehungsmöglichkeiten der Kinder zu verbessern. Der Verein verfolgt keine parteipolitischen Ziele, sondern ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Das Vereinsvermögen aus Beiträgen und Spenden dient der Unterstützung des Gymnasiums Unterschleißheim und darf nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden.

Einen beachtlichen Anfangserfolg konnte der Verein schon Mitte 1982 verbuchen. Dank einer großzügigen Spende konnten alle Klassenzimmer mit Tageslichtprojektoren ausgestattet werden, die Mittel des Kultusministeriums reichten seinerzeit nur für ein Drittel der Räume. Darüber hinaus konnten noch Fernsehgeräte, Videokameras, Videorecorder, Lautsprecher, Mikrofon und Scheinwerfer bestellt werden. Damit verfügte das Gymnasium schon in seiner Anfangszeit über moderne Unterrichtshilfsmittel, auf die die Schüler sonst Jahre hätten warten müssen.

Von Anfangs 16 Mitgliedern wuchs die Zahl der Förderer schon im ersten Jahr auf 160 und in den folgenden Jahren auf 350 bis 400 an. Entsprechend hoch waren auch die Spendensummen, sie betrugen jährlich zwischen 6.000 und 12.000 DM. Bis heute kamen aus Elternspenden und Mitgliedsbeiträgen schon über 120.000 € zusammen. Der Verein zählt derzeit knapp 300 Mitglieder aus dem Kreis der Schülereltern, Verwandten, Freunden der Schule, Ehemaligen usw.

Die Vereinsmitglieder und der Vorstand unterliegen einer fortlaufenden Fluktuation, weil deren Kinder das Gymnasium in der Regel bis zum Abitur durchlaufen haben. Im Laufe der Jahre wurde die Vereinsführung in die Hände von Dr. Hannsjörg Wunschel (Vorsitz ab 1985), Günther Schnöbel (Vorsitz ab 1994) und Martin Reichart (Vorsitz seit 2010) gelegt. Vorstandsmitglieder waren Elisabeth Reitemeyer, Heidrun Gondrom, Herbert Loy, Elfriede Loy, Wolfgang Kellner, Hella Chang-Schneider, Anneliese Lunova, Helmut Wagner, Annegret Harms, Martina Scherzer, und wurden bei den Vorstandswahlen im Jahr 2012 von Dr. Kai Kehe, Petra Keidel-Landsee und Kerstin Kattner abgelöst.

Stets hat der Förderverein sein Ohr am Schulgeschehen und dessen Bedarf. In enger Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat und den Direktoren des Gymnasiums, Herrn Volker Carqueville,
Herrn Rudolf Berg und heute Herrn Andreas Hautmann werden Spendenaktionen, wie von Anfang an, dem jeweiligen Bedarf angepasst.

Durch geeignete Hilfsmittel für den Unterricht kann man diesen lebendiger, anschaulicher gestalten und die Lehrinhalte begreifbarer machen. In frühen Jahren gab es beispielsweise für den Religionsunterricht Dias oder Tonkassetten, für den Lateinunterricht Bildbände und für die Kunsterziehung Schweißgeräte. Aber auch der Musikunterricht, die Lesebücherei und die Mathematik wurden unterstützt. Die Beschaffung eines hochwertigen Teleskops führte z. B. zu einem gut besuchten Kurs, der sich Fragen der Astronomie und der Himmelsphysik widmete und so das wissenschaftliche Interesse weit über das übliche Maß förderte.

Der Verein finanziert Sportgeräte, technische Ausrüstung für den Unterricht wie auch für das Technikteam und die Theatergruppe, kauft Musikinstrumente, beteiligte sich an der Restaurierung des Schulflügels, unterstützt die Fachschaften, den Chor, die Theatergruppe, das Technik- oder das Homepageteam bei ihren Aktionen und belebt und bereichert den Unterricht durch die Anschaffung von Anschauungsmaterial und Zuschüssen zu nebenschulischen Projekten. In vielen Fällen nebenschulischer Ereignisse gelingt es immer wieder unterschiedliche Fachbereiche zu verknüpfen, wie zum Beispiel bei Theaterprojekten, wo Deutsch, Fremdsprachen, Musik- und Kunsterziehung zusammenarbeiten.

In sozialen Härtefällen wird diskrete Unterstützung geleistet, damit auch Kindern aus weniger begüterten Familien die Teilnahme an Klassenfahrten, Landschulaufenthalten, Skiwochen oder der Schüleraustausch ermöglicht werden kann.

Die meisten dieser Hilfen und Beschaffungen liegen außerhalb der Zuständigkeit des Schulträgers, weswegen hier der Förderverein schnell, unbürokratisch und wirksam nach dem Grundsatz von fordern und fördern zur Seite steht. Mit einer jährlichen Fördersumme von etwa 6.000 – 8.000 € bei einem Mitgliedsbeitrag in Höhe von gerade einmal 25,00 € hilft der Starke dem Schwachen.

Im Jahr 2007 gab sich der Verein zum 25sten Jubiläum ein neues Logo und lobte hierfür einen Ideen-Wettbewerb unter den Schülern aus. Die Preisträger waren für die Unterstufe Alina Michi, deren „Zwiebel“-Entwurf Grundlage für das neue Logo wurde. Für die Mittelstufe platzierte sich Antonia Reichart und für die Oberstufe: Ramona Schramm. Die Preisverleihung fand am 24.07.2007 statt.

In den vergangenen Jahren wurde viel in unser Gymnasium investiert. Eine neue Mensa mit Aufenthalts- und Nebenräumen, Brandschutztechnische Ertüchtigungen, eine Dachsanierung und die Installation einer PV-Anlage sollen hier stellvertretend genannt werden. Auf den Bedarf an Geldern zur Unterstützung nebenschulischer Aktivitäten hat das jedoch keinen Einfluss. Selbst der Regelunterricht ist aus den immer geringer zur Verfügung stehenden Mitteln nicht befriedigend zu bewerkstelligen.
Überall hört man die Klagen über Lehrermangel und Raumnot. Teils schmerzhafte Lücken bei der Ausstattung der Schule mit dem nötigsten Lernmaterial tun sich auf und der bauliche Zustand gibt an vielen Stellen Anlass zu Kritik. Zudem sind seit der Einführung von G8 nicht nur Schüler und Eltern viel stärker gefordert, sondern auch die Schule selbst hat grundsätzliche strukturelle und konzeptionelle Änderungen zu schultern.

Dabei sind es jedoch genau die aus dem Regelunterricht ausscherenden Tätigkeiten, welche den Kindern den Blick weiten und die Schulfamilie zusammen schweißen. Im Getöse der aktuellen politischen Diskussion scheint die Stimme der Lobbyisten unserer Schüler aber nicht mehr wahrgenommen zu werden. Im Hinblick darauf, dass es genau diese Mitglieder der Gesellschaft sind, für die heute die Weichen in unser aller Zukunft gestellt werden müssen, ist die Arbeit des Fördervereins wichtiger denn je.